Eines Tages, es war an einem Samstag vor knapp zwei Jahren nach dem Mittagessen. Ich hab ich mich hingesetzt, die Augen geschlossen und mich  eine halbe Stunde auf meinen Atem konzentriert. Vorher war ich todmüde, gelähmt durch das üppige Essen und hatte nur noch ein Ziel: Mittagsschlaf! Aber der Drang nach Veränderung war inzwischen  übermächtig geworden. Ich habe eine unglaublich tolle Frau, zwei bezaubernde Kinder und ein schönes Haus. Doch diese immer gleichen Gedanken in meinem Kopf ließen mich dennoch nicht los und haben mich schier in den Wahnsinn getrieben. Ich hatte mich bereits seit einigen Monaten mit Meditation befasst, aber immer nur für ein paar Minuten durchgehalten. Jetzt musste und wollte ich etwas ändern. Ich hielt es nicht mehr aus, jeden Tag das Gleiche zu tun und dabei immer die gleichen Gedanken zu haben.


Ich hielt es nicht mehr aus, jeden Tag das Gleiche zu tun und dabei immer die gleichen Gedanken zu haben.



"Die Magie findet statt, nachdem du deine Augen wieder öffnest." – Laura Malina Seiler


Nur eine halbe Stunde, aber danach war etwas anders. Ich war wacher und hatte sogar noch ein paar Sekunden totale!!!!!!! RUHE in meinem Kopf. Dieses bisher unbekannte Gefühl der FREIHEIT hat mir einen wundervollen Rest-Samstag mit meinen Lieben beschert. Ich war entspannter, fitter und bis spät abends wach und PRÄSENT. Dann ging alles ganz schnell: Ich habe diese Art mit geschlossenen Augen und mich auf meinen Atem zu konzentrieren, in meinen Alltag integriert. Ich habe in den nächsten Wochen und Monaten viele schöne Aha-Momente gehabt und wollte von nun an nie mehr darauf verzichten. Seitdem habe ich die Meditation und die Meditation mich VERÄNDERT.

"Du musst nicht immer einen Plan haben. Manchmal musst du nur atmen, vertrauen, loslassen und schauen was passiert." – Mandy Hale

Anfangs ist es nur das „auf den Atem konzentrieren“. Doch mit der Zeit ändert sich deine Definition und dein Verständnis dafür. Dann spürst du plötzlich neue Freiheiten in deinem Körper und deinem Gefühlsleben. Irgendwann stellst du fest, dass die Menschen in deiner Umgebung verändert auf dich reagieren. Ja – du wirst dich verändern. Doch eigentlich lernst du nur, der Mensch zu sein, der du tief im Grunde deines Wesens schon immer warst. Nur zeigst du dich nun immer mehr ohne deine Masken und selbstauferlegten Einschränkungen. Du kannst es dir wie die Raupe vorstellen, die sich verpuppt und anschließend endlich ihre wahre Natur als Schmetterling zeigen darf.

"Meditation ist ein Prozess und klappt nicht von heut auf morgen"

Meditation ist vieles. Ein Augenöffner, Mentaltraining, ein Entspannungsinstrument und ein „Zurück-in-den-Moment-Holer.“ Etwas, das dir zeigt, dass DU nicht die ganzen Gedanken in deinem Kopf bist, sondern ein Bewusstsein, das diese Gedanken wahrnehmen und beobachten kann. Dadurch kommen deine Gedanken allmählich zur Ruhe und du kommst wieder mehr zurück ins Hier und Jetzt.

Du kannst meditieren, wann und wie immer du willst! Ich bin kein Freund davon, dogmatisch zu sein und zu sagen, du musst in diesem einen bestimmten Sitz oder nur dieser speziellen Haltung meditieren. Du kannst dich hinlegen, die Augen schließen und meditieren, du kannst ganz bewusst mit allen 5 Sinnen dein Essen genießen und du kannst dich auf einen Stuhl oder eine Bank setzen. Im Gehen kannst du meditieren, indem du versuchst, dich auf jeden einzelnen Schritt zu konzentrieren oder darauf, dass du gerade dein Handy in der Hand hast und und und.

Oder auf dem Meditationskissen!


Ich hab für mich persönlich festgestellt, dass ich am meisten von der Meditation profitiere, indem ich aufrecht sitze ohne mich anzulehnen.

Was kann ich dir abschließend noch über Meditation berichten? Hmmm...Sie wird Dir mit der Zeit einen anderen Blick auf das Leben und auf dich zeigen. Du wirst dich irgendwann besser verstehen können. Als Mann, als Frau, als Ehepartner, als Freund und als Elternteil. Vor allem kann sie uns für den Umgang mit unseren Kindern nützlich sein, denn in dem Moment, wenn wir Eltern werden, werden wir wieder stark mit unserer eigenen Kindheit konfrontiert und dann heißt es wieder: Machst du Dich aus dem Staub, wenn es schwierig wird oder entscheidest du dich, dich deinem Schatten zu stellen?

Durch die Dunkelheit ins LIcht!